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Pressemitteilung Nr. 325
München, 20.06.2016

FÜRACKER: 822.000 EURO FÜR TECHNOLOGIEPROJEKTE
Förderbescheide der Bayerischen Forschungsstiftung für Ostbayerische Technische Hochschule OTH Regensburg, Hochschule für angewandte Wissenschaften Coburg sowie die Firma SiTOOLs Biotech GmbH, Martinsried, und Universität Hohenheim

Das breit gefächerte Förderprogramm der Bayerischen Forschungsstiftung ermöglicht die Unterstützung von Technologieprojekten aus unterschiedlichen Bereichen. Die Stiftung fördert, ergänzend zur staatlichen Forschungsförderung, universitäre und außeruniversitäre Forschungsvorhaben sowie die schnelle Nutzung wissenschaftlicher Erkenntnisse durch die Wirtschaft. „Ich freue mich, die Bewilligungsbescheide an die Antragsteller für drei sehr interessante Forschungsvorhaben übergeben zu können“, stellte Finanz- und Heimatstaatssekretär Albert Füracker bei der Übergabe der Förderbescheide der Bayerischen Forschungsstiftung in Höhe von insgesamt 822.000 Euro im Rahmen eines Festakts am Montag (20.6.) in Nürnberg fest. „Die Bayerische Forschungsstiftung steht für strategisch wichtige, anwendungsnahe Forschungsförderung für Verbundprojekte mit hoher Wertschöpfung in Bayern. An der Schnittstelle von Wissenschaft zur Wirtschaft entsteht ein Mehrwert durch intensive Zusammenarbeit von Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen insbesondere mit kleinen und mittleren Unternehmen“, hob Füracker hervor.

Der Stiftungsrat hat in seiner letzten Sitzung unter Leitung von Finanz- und Heimatstaatssekretär Füracker unter anderem Fördermittel für Projekte zur Varroakontrolle in der Bienenzucht, zur Entwicklung einer Sensorik für die Erfassung des Alterungszustands von Hydraulikölen und zur Nachsteuerung von selbstverdichtendem Beton bewilligt. Seit ihrer Gründung im Jahr 1990 hat die Forschungsstiftung für 791 Forschungsprojekte Zuschüsse von rund 530 Millionen Euro bewilligt. Die an den Projekten beteiligten Wirtschaftspartner haben Eigenbeiträge von rund 649 Millionen Euro geleistet. „Die Forschungsstiftung hat mit ihrer Förderung ein Ausgabevolumen von rund 1,2 Milliarden Euro für zukunftsweisende Projekte am Standort Bayern initiiert. Jeder Euro, den die Forschungsstiftung für Forschungsprojekte ausgibt, wird von der bayerischen Wirtschaft mehr als verdoppelt“, hob Füracker hervor.


Folgende Förderzusagen übergab Staatssekretär Albert Füracker :

232.600 Euro erhält die Ostbayerische Technische Hochschule OTH Regensburg für das Projekt „SVBA - Selbstverdichtender Beton mit zeitnaher Aussteuerung der Mischungszusammensetzung im Betonmischer“. In diesem Projekt wird ein Expertensystem zur Nachsteuerung von selbstverdichtendem Beton, leicht verarbeitbarem Beton und Fließestrich mit den erforderlichen Eingangsparametern aufgebaut. Mit einem Rheometer werden im Mischer rheologische Kennwerte zum Aufbau einer Wissensbasis ermittelt. Schlussendlich soll eine zielsichere Produktion mit sehr geringem Ausschuss durch eine sofortige Nachsteuerung während des Herstellungsprozesses erreicht werden. „Möglichkeiten für eine Korrektur der Mischzusammensetzung von Beton noch im Betonmischer - also „vor Ort“ - zu erforschen, halte ich für eine sehr nützliche, weil ressourcenschonende, Idee“, stellte Füracker fest.

285.400 Euro erhält die Hochschule für angewandte Wissenschaften Coburg für das Projekt „Entwicklung einer Sensorik zur Erfassung des Alterungszustands von Hydraulikölen während des Produktionsprozesses“. Hydrauliköle in Großmaschinen werden frühzeitig routinemäßig ausgetauscht. Durch einen Sensor könnte hier das Ölwechselintervall auf die aktuelle Ölqualität abgestimmt und somit deutlich verlängert werden. Der Sensor soll zudem online den Zustand des Hydrauliköls an den Hersteller übermitteln. So wäre eine Überwachung im Sinne der Industrie 4.0 gegeben. Im Projekt sollen dafür Sensoren optimiert und der Alterungsprozess chemisch aufgeklärt werden. „Wenn es mit Hilfe dieses Vorhabens gelingt, Hydrauliköle in Großmaschinen nicht mehr routinemäßig austauschen zu müssen, sondern stattdessen durch laufende Kontrollen der Ölqualität die Wechselintervalle zu verlängern, hilft dies nicht nur dem „Geldbeutel“ der Unternehmen sondern auch der Umwelt“, hob Füracker hervor.

303.800 Euro erhalten die Firma SiTOOLs Biotech GmbH, Martinsried und die Universität Hohenheim für das Projekt „BeePax - effektive Varroakontrolle mit LiCl“. In diesem Projekt soll die Nutzung von Lithium für die Varroa‐Kontrolle für die imkerliche Nutzung optimiert und der Wirkmechanismus auf organismischer, molekularer und biochemischer Ebene verstanden werden. Der Bienenschädling „Varroa-Milbe“ gilt als eine Hauptursache des in Deutschland seit einigen Jahren immer wieder auftretenden seuchenartigen Bienensterbens. „Ich hoffe sehr, dass das Vorhaben erfolgreich sein wird“, wünscht Füracker.


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