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Pressemitteilung Nr. 532
München, 24.10.2016

SÖDER ERÖFFNET DAS NEUE ZENTRUM STAATSBÄDER
Neugründung ist Bestandteil der Heimatstrategie // In Bad Steben wird Bilanzsumme von rund 100 Millionen Euro verwaltet

2015 begann die größte Regionalisierung von staatlichen Behörden und Einrichtungen der letzten Jahrzehnte. Über 50 Behörden und staatliche Einrichtungen mit 3.155 Personen werden aus Ballungszentren in ländliche Regionen Bayerns verlagert. Eine der vielen Einzelbausteine ist die Neugründung des Zentrums Staatsbäder in Bad Steben.
„Der Freistaat steht zu seinen historisch gewachsenen Einrichtungen in den Staatsbädern. Die fünf Staatsbäder sind ein wichtiger Partner und Wirtschaftsfaktor ihrer Region. Im neuen Zentrum Staatsbäder werden die mit dem Immobilienmanagement der Staatsbäder verbundenen Spezialkenntnisse noch effizienter genutzt. Dies gilt auch für die Bewirtschaftung der 16 Heilquellen“, teilte Finanz- und Heimatminister Dr. Markus Söder beim Festakt für die Neugründung des Zentrums Staatsbäder in Bad Steben am Montag (24.10.) mit.

Die Behördenverlagerung ist ein zentrales Instrument aktiver Strukturpolitik. „Wir schaffen sichere Arbeitsplätze und stärken die Infrastruktur des ländlichen Raumes“, betonte Söder. Das Zentrum Staatsbäder ist an zentraler Stelle mitten im Kurpark im historischen Klenzebau beheimatet. Im neuen Zentrum entstehen insgesamt vier hochqualifizierte Arbeitsplätze. Die Beschäftigten in Bad Steben werden künftig anspruchsvolle Aufgaben erfüllen. Sie verwalten eine Bilanzsumme von rund 100 Millionen Euro und jährliche Gesamtumsätze von etwa 11 Millionen Euro. Der Freistaat arbeitet in den Staatsbädern über die Kurgesellschaften eng mit den Kommunen sowie den Trägern der Kur- und Fremdenverkehrseinrichtungen im Interesse aller Beteiligten zusammen.

Etwa eine halbe Million Gäste kommen jährlich in die fünf Staatsbäder. Rd. 3,3 Millionen Übernachtungen werden registriert. „Die Staatsbäder können mit ihrer teils Jahrhunderte alten Tradition und Kompetenz punkten. Sie müssen sich aber auch neu ausrichten hin zum Gesundheitstouristen. Der Freistaat wird dabei seinem kulturellen Erbe und seiner Verantwortung unverändert gerecht werden“, betonte Söder. Der Freistaat habe in den letzten 20 Jahren für die Liegenschaften der fünf Staatsbäder die beachtliche Summe von über 156 Millionen Euro aufgewendet. Das neue Zentrum Staatsbäder werde dabei darauf achten, dass die Staatsbäder-Flaggschiffe Bad Kissingen und Bad Reichenhall ihre kleineren Schwesterschiffe Bad Steben, Bad Brückenau und Bad Bocklet „stets im Schlepptau“ behalten.

Als ein erste Großprojekt des Zentrums Staatsbäder steht die Ergänzung der Therme in Bad Steben um ein Freibadeangebot und neue gesundheitsspezifische Angebote mit einem Investitionsvolumen von sechs Millionen Euro an. Das Staatsbad Bad Steben wird damit wesentlich gestärkt. Die Eröffnung des Freibades wird im Mai 2018 sein. Die Anlage wird den vielfältigen Wünschen vor Ort, allen voran der Familienfreundlichkeit, in besonderem Maß entsprechen. Bis Ende November 2016 werden die Bauantragsunterlagen in der Gemeinde zur weiteren Bearbeitung vorliegen.


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