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Pressemitteilung Nr. 564
München, 07.11.2016

SÖDER UND SPAENLE: BUSSTRASSE IM ENGLISCHEN GARTEN AUFWERTEN
Konzept für Neugestaltung vorgestellt //Authentischen Charakter des Englischen Gartens erhalten

Der Englische Garten in München ist in Vergangenheit und Gegenwart ver-schiedensten Eingriffen und Belastungen ausgesetzt. „Wir wollen den ursprüngli-chen Charakter der grüne Lunge Münchens bewahren und stärken. Durch eine neue Gestaltung der Busstraße kann die größte innerstädtische Parkanlage der Welt weiter aufgewertet werden. Das Konzept sieht vor, die Linienführung nach histori-schen Dokumenten zu korrigieren, die Straße auf die Mindestbreite zurückzubauen und den Straßenbelag farblich an die Parkwege anzupassen“, teilten Finanzminister Dr. Markus Söder und Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle bei einem Vororttermin im Englischen Garten am Montag (7.11.) mit.

„Unser Ziel ist es, den Englischen Garten zu bewahren und so weit wie möglich an die historischen Pläne des genialen Hofgartenintendanten Friedrich Ludwig von Sckell heranzuführen“, hob Söder hervor. So wurde im Oktober die Restaurierung des Monopteros fertiggestellt. Schrittweise wird derzeit der Schwabinger Bach in seinen ursprünglichen naturnahen Zustand zurückversetzt. Ein weiterer Schritt muss nun der Rückbau der Busstraße sein. Mit Vertrag aus dem Jahr 1934 wurde der Stadt das Recht eingeräumt, auf der Busstraße im Englischen Garten eine Om-nibuslinie zu betreiben. Nutzungsrecht und Baulast liegen bei der Stadt München. Die Minister werden ihr Konzept für eine Neugestaltung der Busstraße daher der Stadt München vorschlagen.

Spaenle: „Durch einen Rückbau der ausgesprochen breiten Bustrasse und der da-mit verbundenen Gestaltung der Parkwege können unsere Bürger und unsere Gäs-te den Englischen Garten als einheitliche Parkanlage wieder neu authentisch erle-ben. Für mich wäre ein solcher Schritt eine weitere Möglichkeit den Englischen Gar-ten in seinem Erholungswert zu steigern und in seiner Qualität als Landschaftsden-kmal weiter zu stärken.“

Als schlimmsten Eingriff der Vergangenheit nannte Söder den Mittleren Ring, der den Englischen Garten in einen Nord- und einen Südteil zerschneidet. „Mit der Tunnelinitiative „Ein Englischer Garten“ sind wir auf einem guten Weg, diese Wun-de zu heilen“, merkte Söder an. Mit einer Förderung von 35 Millionen Euro leistet der Freistaat bereits einen bedeutenden Beitrag zur Realisierung des Projekts EIN Eng-lischer Garten. Damit könnten die „Grünen Lungenflügel“ der Stadt wieder „gemein-sam atmen“. Natur pur entstünde auf über fünf Kilometern. Ein staufreier Verkehrs-fluss auf dem Isarring werde möglich. Neben einem verbesserten Lärmschutz werde auch die organische Einheit des Englischen Gartens wiederhergestellt.

Kurfürst Karl Theodor ließ den Englischen Garten ab 1789 durch Benjamin Thomp-son, den späteren Reichsgraf von Rumford, als Volksgarten für die Bevölkerung an-legen. Das heutige Aussehen des Parks wurde maßgeblich geprägt durch den Hof-gartenintendanten Friedrich Ludwig von Sckell. Heute besuchen jährlich mehr als fünf Millionen Menschen den Englischen Garten.


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