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Pressemitteilung Nr. 597
München, 22.11.2016

SÖDER: RESIDENZ ANSBACH WIRD SANIERT
Signal: Planung für 3. Teilbauabschnitt startet // Freistaat investiert weitere 2,6 Millionen Euro

Die Residenz Ansbach wird in mehreren Bauabschnitten saniert. „In Ansbach kann man auf markgräflichen Spuren wandeln. 27 Prunkräume zeugen von dem originalen Glanz vergangener Zeiten. Wir investieren in den Erhalt unserer Kulturdenkmäler. Die einstigen Residenzen der Herrscher sind Bestandteil unserer Heimat Bayern“, teilte Finanz- und Heimatminister Dr. Markus Söder aus Anlass der Erteilung des Planungsauftrags für den 3. Teilabschnitt der Sanierungsmaßnahmen für die Residenz Ansbach mit Kosten von 2,6 Millionen Euro mit. Damit erhöhen sich die Gesamtkosten der seit 2001 laufenden Baumaßnahmen auf rund 26,6 Millionen Euro.

Die Residenz Ansbach war der Regierungssitz der Markgrafen zu Brandenburg-Ansbach und gilt als „Wiege des modernen Bayern“. Hier legte Maximilian Freiherr von Montgelas im Jahre 1796 Herzog Max Josef von Zweibrücken, den späteren Kurfürsten und ersten König von Bayern, sein Programm für innere Reformen vor. Dieses wurde später verwirklicht und schuf die Grundlage für unser heutiges bayerisches Staatswesen. Heute beherbergt die Residenz die Regierung von Mittelfranken und sehenswerte Schauräume der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen. Zu den Hauptattraktionen der Residenz zählen der doppelgeschossige Festsaal, das Spiegelkabinett sowie der Kachelsaal mit rund 2.800 Fliesen aus der ehemaligen Ansbacher Fayencemanufaktur.

Der 3. Teilabschnitt umfasst insbesondere die Sanierung der Innenhoffassaden einschließlich Fensteraustausch. Vorgesehen sind ferner die Instandsetzung der Schlossgrabenmauer und die Sanierung der Stützmauern des Garagenhofs. Die Kosten werden vom Finanz- und dem Innenministerium getragen, weil die Residenz Ansbach auch Dienstsitz der Regierung von Mittelfranken ist.

Die heutige Residenz Ansbach entstand über mehrere Jahrhunderte hinweg in verschiedenen Bauabschnitten. Heute noch ist ein Rest der spätmittelalterlichen Burg, der Grundstock der heutigen Anlage, mit der gotischen Halle erhalten. Ihre heutige eindrucksvolle Gestalt erhielt die Residenz in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts durch die Architekten Gabriel de Gabrieli, Karl Friedrich von Zocha und Leopold Retti. Retti kommt das Verdienst zu, die verschiedenen Bauteile zu einer Einheit zusammengefügt zu haben. Gleichzeitig schuf er mit zahlreichen Künstlern verschiedener Nationalität eine Innenausstattung, die ihres Gleichen sucht. So zählen zu den vollkommensten Raumkunstwerken des deutschen Rokokos das Marmorkabinett, das Spiegelkabinett und das Braune Kabinett, die ehemalige Handbibliothek von Markgraf Carl Wilhelm Friedrich.

Mit reichhaltigem Mobiliar und Kleinkunst wird in Ansbach wie in kaum einem anderen bayerischen Schloss die Atmosphäre einer fürstlichen Wohnung des 18. Jahrhunderts spürbar. Dabei ist der Residenz Ansbach der „Regierungssitz“ erhalten geblieben. Nur regiert heute anstelle der markgräflichen Familie die Regierung von Mittelfranken in einem Teil des Gebäudes. Die übrigen Räume werden von der Bayerischen Schlösserverwaltung betreut und stehen allen Besuchern offen. So befindet sich beispielsweise in der Gotischen Halle eine bedeutende Sammlung Ansbacher Fayencen und Porzellane.


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