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Pressemitteilung Nr. 601
München, 25.11.2016

SÖDER: IM ORTSTEIL BRUNN IST DER HÖCHSTE GELÄNDEPUNKT DER STADT NÜRNBERG
Höhenangaben wichtig für Katastrophen-Prävention oder Wetterbestimmungen // Ermittlung erfolgt durch die Höhenmessung Bayern in Neustadt a.d.Aisch

„Digitale Geländemodelle bilden eine wichtige Säule in der Prävention von Katastrophen. So können schon vorab Hochwasser-Szenarien simuliert und Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Ein unmittelbarer praktischer Nutzen der Höhenbestimmung ergibt sich beim Einschätzen von Wetterbedingungen, wie z.B. Schneefallgrenze, die von der Höhenlage abhängen“, stellte Finanz- und Heimatminister Dr. Markus Söder bei der Vorstellung des höchsten Geländepunkts der Stadt Nürnberg am Freitag (25.11.) fest. „Die „Brunner“ haben es schon immer gewusst: Höher wohnt in Nürnberg niemand. Bei exakt 408,4 Meter über NN liegt der höchste Geländepunkt im Stadtteil Brunn. Aus ihrer privilegierten Höhenlage können die fast 1.000 Einwohner sozusagen auf die restlichen 510.000 Einwohner der Stadt Nürnberg herabblicken“, betonte Söder. Markiert wird der Punkt in der Örtlichkeit mit einem Forstgrenzstein, der zugleich die Stadtgrenze zum „Gemeindefreien Gebiet Brunn“ markiert. Söder enthüllte eine Metalltafel zur Kennzeichnung des höchsten Geländepunktes.

Höhenangaben sind nicht nur etwas für Experten und Fachanwender. Auch im Freizeitbereich sind Höhenaufzeichnungen sehr beliebt. „Fitness-Tracker“ und „Fitness-Apps“, die Höheninformationen verarbeiten, sind weit verbreitet. So lässt sich mit dem höchsten Geländepunkt in Brunn einfach näherungsweise überprüfen, wie genau Armbänder oder Smartphones Höhen aufzeichnen, merkte Söder an. Höhenangaben sind im BayernAtlas der bayerischen Vermessungsverwaltung für jedermann frei zugänglich. Damit können z.B. Steigungen und Höhenunterschiede für eine Bergtour, eine Laufstrecke oder den Familienausflug vorab online gemessen und dargestellt werden.

Der höchste Geländepunkt des Stadtgebiets Nürnberg wurde durch die Bayerische Vermessungsverwaltung berechnet, die zum Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat gehört. Die Höhenbestimmung erfolgte zunächst aus Daten des Digitalen Geländemodells. Die Daten wurden im Zuge einer bayerweiten Befliegung durch Aufnahme der Geländepunkte mittels Laserscanning erfasst. Aus mindestens 28,2 Millionen Laserpunkten wird dabei ein Digitales Geländemodell (DGM) für ganz Bayern berechnet. Eine Höhenbestimmung in cm-Genauigkeit wurde durch die Höhenmessung Bayern vom Dienstort Neustadt a.d.Aisch des Landesamtes für Digitalisierung, Breitband und Vermessung (LDBV) durchgeführt.


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