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Pressemitteilung Nr. 633
München, 06.12.2016

SÖDER: 5,7 MILLIONEN EURO FÜR AKADEMIE DER BILDENDEN KÜNSTE NÜRNBERG
Haushaltsausschuss billigt 2. Bauabschnitt // Ausweichgebäude wird errichtet

Die Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg auf dem Campus an der Bingstraße 60 wird saniert. „Während der Sanierungsarbeiten können Gebäude nicht benutzt werden. Deshalb wird zunächst ein Ausweichgebäude für die Dauer der gesamten Sanierungsphase der Generalsanierung der Akademie errichtet. Damit kann der Hochschulbetrieb an der ältesten Kunsthochschule im deutschsprachigen Raum während der Generalsanierung der denkmalgeschützten Gebäude weitergehen“, teilte Finanz- und Heimatminister Dr. Markus Söder mit. Der Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtags hat heute den 2. Bauabschnitt mit Kosten von 5,735 Millionen Euro für die Sanierung des Pavillon 1 und die Errichtung eines Ausweichgebäudes gebilligt. Damit investiert der Freistaat nun insgesamt 18,37 Millionen Euro in die Akademie in Nürnberg, die im Jahr 2012 ihr 350-hähriges Bestehen feierte.

Um die technische Durchführbarkeit der Gesamtsanierung aller Bestandsgebäude zu eruieren, ist im Rahmen der 2. Teilbaumaßnahme die Sanierung des Pavillons 1 als Musterpavillon vorgesehen. Zudem sind vorgezogene Maßnahmen auf dem Campusgelände der Hochschule erforderlich, wie z.B. die Erneuerung der Trinkwasserleitung, neue Zuleitungen für Strom und Heizung und die Fortführung der Kanalsanierung. Für die Zeit nach der Sanierung bietet das Ausweichgebäude die Möglichkeit, den akuten Flächenbedarf der Akademie dauerhaft zu decken. Insbesondere für den 2015 neu geschaffenen Lehrstuhl für Fotografie, der bisher behelfsweise in einem 70 qm großen ehemaligen Vortragsraum untergebracht ist, können dann adäquate Flächen zur Verfügung gestellt werden. Ein zusätzlicher Raumbedarf besteht auch für die Gastprofessuren, von denen regelmäßig zwei bis drei je Semester vergeben werden. Diese verfügen bisher über keine eigenen Räume und sind jeweils auf die ad-hoc Bereitstellung von Räumen durch andere Professuren angewiesen. Nicht zuletzt kann die Akademie mit den zusätzlichen Flächen Sommerkurse anbieten und hierzu auch Fördermittel aus EU-Programmen in Anspruch nehmen.

Die denkmalgeschützten Gebäude auf dem Campus der Akademie wurden in den Jahren 1952 bis 1954 nach Plänen von Sepp Ruf errichtet. Es handelt sich um eine Gebäudegruppe von erdgeschossigen Pavillonbauten, Atriumhöfen und überdachten Verbindungsgängen. Charakteristische Merkmale sind die Leichtigkeit der Erscheinung, die minimierte Konstruktion, die transparenten Wände und die schlanken Dächer. Die Bauanlage gilt als bedeutendes Beispiel einer Nachkriegsarchitektur, die für einen gesellschaftlichen Neuanfang und ein neues Wertverständnis steht. Die Anlage wurde 1988 als Einzeldenkmal in die Denkmalliste aufgenommen. Das Gebäudeensemble ist aufgrund seines Alters grundlegend zu sanieren. Die Baumaßnahmen werden in enger Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege durchgeführt. Zudem sind Maßnahmen zur barrierefreien Erschließung der einzelnen Bestandsgebäude sowie des gesamten Campusgeländes geplant. Während der Sanierungsarbeiten können die jeweils betroffenen Pavillons nicht benutzt werden. Deshalb wird ein Ausweichgebäude in Massivbauweise errichtet. Für die Errichtung investiert der Freistaat 2,7 Millionen Euro.

Das neu zu errichtende Ausweichgebäude mit einer Nutzfläche von 352 m2 erhält neben vier Klassenräumen vier Lager-/Archivräume und zwei Büroräume für Lehrbeauftrage. Im Rahmen der energetischen Sanierung der Gebäudehülle und Teilsanierung der Technischen Gebäudeausrüstung für den Pavillon 1 können jährlich ca. 17,6 Tonnen CO2 eingespart werden. Der eingeschossige Flachbau wird mit einem extensiv begrünten Dach versehen. Er wird an der Bingstraße in unmittelbarer Nähe des Neubaus aus dem Jahr 2013 situiert. Dieser Neubau im Rahmen des 1. Bauabschnitts beendete die langjährige Zweihäusigkeit der Akademie. Die Außenstelle in Lauf konnte aufgegeben werden und der gesamte Hochschulbetrieb auf dem Campus zusammengeführt werden.


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