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Pressemitteilung Nr. 634
München, 07.12.2016

SÖDER ERTEILT BAUAUFTRAG FÜR 1. BAUABSCHNITT DER GENERALSANIERUNG DES SCHLOSSES IN GÜNZBURG
Haushaltsausschuss billigt Bauvorhaben mit Kosten von 14,35 Millionen Euro // Finanzamt erhält mehr Platz



Pressemitteilung Nr. 634/16
München, 7. Dezember 2016


SÖDER ERTEILT BAUAUFTRAG FÜR 1. BAUABSCHNITT DER GENERALSANIERUNG DES SCHLOSSES IN GÜNZBURG
Haushaltsausschuss billigt Bauvorhaben mit Kosten von 14,35 Millionen Euro // Finanzamt erhält mehr Platz

Mehr Platz für die rund 170 Mitarbeiter des Finanzamts Günzburg. „Nach dem Auszug des Amtsgerichts werden die Räume im kulturhistorisch bedeutenden Schlossgebäude für die Nachnutzung durch das Finanzamt umgebaut und saniert. Wir investieren damit auch in den Erhalt wertvoller historischer Bauten. Das denkmalgeschützte Wahrzeichen der Stadt Günzburg aus dem 16. Jahrhundert ist Bestandteil unserer Heimat Bayern. Es erhält im Zuge der Sanierung seine historische barocke Ausstrahlung zurück“, teilte Finanz- und Heimatminister Dr. Markus Söder aus Anlass der Erteilung des Bauauftrags für den 1. Bauabschnitt der Generalsanierung des Schlossgebäudes in Günzburg mit. Der Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtags hat die Kosten für die 1. Teilbaumaßnahme in Höhe von 14,35 Millionen Euro gebilligt.

Die in den Jahren von 1577 bis 1586 errichtete Schlossanlage bedarf einer grundlegenden Sanierung. Das gesamte Bauvorhaben soll daher abschnittsweise durchgeführt werden. Der jetzt in Auftrag gegebene 1. Bauabschnitt umfasst die Sanierung des Südwest- und des Westflügels. In einem späteren 2. Bauabschnitt sollen der Nordflügel des Schlosses sowie das vom Finanzamt bereits genutzte „Minholzhaus“ saniert werden. Nach Abschluss des Bauvorhabens werden mit den geplanten baulichen Veränderungen im historischen Gebäudebestand dem Finanzamt voraussichtlich rd. 2.694 m² Nutzfläche zur Verfügung stehen. Derzeit ist das Finanzamt in den staatseigenen Dienstgebäuden Schlossplatz 3, 4, 4 ½ und 6 in räumlich sehr beengten Verhältnissen untergebracht. Nach der Sanierung hat diese Zeit ein Ende. Die Bediensteten erhalten ausreichend Raum.

Die viergeschossigen Flügelbauten des historischen Schlosses sind rechteckig um den Schlossplatz angeordnet. Eine im Zuge der Bauarbeiten geplante Wiederöffnung der historischen Durchfahrt im Hauptbau wird die Schlossanlage auch zur Weststadt hin öffnen. „Dadurch wird die Anbindung der Weststadt an die Altstadt wesentlich verbessert und das Schloss erhält wieder die historische Funktion eines Stadtzugangs für die Bürgerinnen und Bürger“, betonte Söder. Für das Finanzamt wird ein neuer Haupteingang zentral im Westflügel geschaffen, der durch die Rekonstruktion der Renaissance-Arkaden aufgewertet wird. Das Servicezentrum wird unmittelbar beim neuen Haupteingang im Erdgeschoss situiert. Ein neuer barrierefreier Aufzug für den Zugang zu den einzelnen Geschossen wird eingebaut. Im Kellergeschoss der Schlossanlage wird eine neue Heizungsanlage untergebracht. Die Fassadengestaltung orientiert sich in Abstimmung mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege an der letzten historischen - barocken - Fassung. Im Zuge einer energetischen Sanierung werden unter Berücksichtigung der denkmalpflegerischen Aspekte Fenster erneuert, ein Wärmedämmputz angebracht sowie zusätzlich die oberste Geschossdecke gedämmt. Durch den Einsatz einer Gasmotorwärmepumpe bei der Wärmeversorgung kann eine jährliche CO2-Ersparnis von rd. 12,6 t erzielt werden.

Das Finanzamt Günzburg ist zuständig für den Bezirk der Stadt und des Landkreises Günzburg mit über 123.000 Einwohnern. Für den Bereich der Finanzkasse, die in Krumbach eingerichtet ist, erstreckt sich die örtliche Zuständigkeit des Finanzamts Günzburg auch auf die Bezirke der Finanzämter Augsburg-Land, Augsburg-Stadt, Dillingen, Neu-Ulm und Nördlingen mit Außenstelle Donauwörth. Im Jahr 2015 erzielte das Finanzamt Günzburg insgesamt ein Steueraufkommen von über 451 Millionen Euro.


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