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Pressemitteilung Nr. 650
München, 12.12.2016

SÖDER: GESTÜT SCHWAIGANGER WIRD BILDUNGSZENTRUM
Freistaat investiert 10 Millionen Euro in den 1. Bauabschnitt für Neubauten und Sanierung

Das Lehr-, Versuchs- und Fachzentrum (LVFZ) für Pferdehaltung Schwaiganger wird in Zukunft zum alleinigen Bildungszentrum für die Berufsaus- und Fortbildung für Pferdehaltung und Reiten in Bayern. „Das Gestüt Schwaiganger verbindet einerseits Natur und Pferde und andererseits die Ausbildung junger Menschen. Im Doppelhaushalt 2017/2018 stehen für den Einstieg in die ersten Sanierungs- und Neubaumaßnahmen über 10 Millionen Euro bereit“, kündigte Finanz- und Heimatminister Dr. Markus Söder im Rahmen eines Ortstermins im Gestüt Schwaiganger am Montag (12.12.) an.

„Der Gestütsbetrieb als „Kompetenzzentrum Pferd“ fungiert seit vielen Jahren als nachhaltiger Wissensgarant für das Pferdewissen in Bayern. Innovative Techniken und Verfahren sind in Schwaiganger der Stand der Dinge - ideale Voraussetzungen, um auch in Zukunft das Wissen um das hohe Gut „Pferd“ zu sichern und weiterzugeben“, betonte Söder. Die Planungen zum 1. Bauabschnitt stehen in den Startlöchern: Gesichert bzw. ausgebaut wird damit eine überbetriebliche Ausbildung auf zeitgemäßem Standard und mit zukunftsweisender Ausrichtung. Geplant sind hierzu ein neuer Ausbildungsstall mit Lehrwerkstatt sowie der Neubau für ein Internat.

In den kommenden Jahren stehen erhebliche Investitionen für Neubauten, Sanierung und Substanzerhalt in einer Größenordnung von insgesamt rund 40 Millionen Euro an. „Die Schritt für Schritt umzusetzenden Sanierungsmaßnahmen zugunsten des Gutes Schwaiganger sind aller Mühen wert“, betonte Söder. Das Gestüt sei das Kompetenzzentrum für Pferdezucht und -haltung in Bayern. Dort werden unter anderem junge Menschen zum Pferdewirt oder Hufschmied ausgebildet. Innovative Techniken und Verfahren werden im „Kompetenzzentrum Pferd“ erprobt. In Schwaiganger, urkundlich erstmals erwähnt im Jahr 955, werden seit mehr als 1000 Jahren Pferde gehalten. Das Gestüt hat eine hervorragende Stellung in Deutschland. Schwaiganger ist eines von vier noch existierenden Hauptgestüte mit eigener Stutenherde und Nachzucht und eines von zehn Landgestüten mit Hengsthaltung. Der Freistaat hat das Gestüt 1920 übernommen.

Das Haupt- und Landgestüt Schwaiganger verfügt über rd. 450 ha landwirtschaftlich genutzter Fläche und rund 300 ha Wald. Derzeit sind rund 40 Personen beschäftigt. Außerdem stehen 8 Ausbildungsstellen zur Verfügung. Schwaiganger beheimatet nicht nur Pferde, sondern auch Schafe und Rinder. Es wird versucht, vom Aussterben bedrohte Rassen zu erhalten. Das Gestüt gehört zum Geschäftsbereich des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.


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