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Pressemitteilung Nr. 652
München, 12.12.2016

SÖDER: FREISTAAT FÖRDERT SANIERUNG DES STADTTHEATERS INGOLSTADT MIT CA. 80 MIO. EURO
Ingolstadt erhält Fördersatz von 75 % // Denkmalgeschütztes Stadttheater wird saniert // Ausweichspielstätte wird neu errichtet

Das Stadttheater Ingolstadt an der Schloßlände im Zentrum der Stadt bedarf einer grundlegenden Sanierung. Finanz- und Heimatminister Dr. Markus Söder machte sich vor Ort ein Bild von dem Zustand des Theaterbaus und informierte sich über die Sanierungs- und Neubauplanungen der Stadt Ingolstadt. „Das Stadttheater prägt den besonderen Charakter und die kulturelle Identität der Stadt Ingolstadt. Der Freistaat wird die notwendige Generalsanierung des Theatergebäudes und den Neubau der Kammerspiele mit einem Fördersatz von 75 Prozent tatkräftig unterstützen. Ingolstadt erhält damit für seine Theaterbaumaßnahmen einen bisher in Oberbayern einmaligen Fördersatz. Ein wuchtiges Signal für den Kulturstandort“, teilte Söder dem Oberbürgermeister der Stadt Ingolstadt, Dr. Christian Lösel, am Montag (12.12.) in Ingolstadt mit. Die Förderung erfolgt im Rahmen des kommunalen Finanzausgleichs.

Oberbürgermeister Dr. Christian Lösel zeigt sich hoch erfreut über die Förderzusage: „Eine wirklich sensationelle Nachricht! Die hohe Förderquote ist ein Ausdruck der Wertschätzung gegenüber unserem Theater und der hervorragenden Arbeit, die dort geleistet wird. Gerade in wirtschaftlich schwierigen Jahren hilft es uns enorm, die Sanierung unseres Theaters kraftvoll voranzutreiben - ich darf mich im Namen aller Ingolstädterinnen und Ingolstädter herzlich für die große Unterstützung durch den Freistaat bedanken. Dessen Förderung ist ein wesentlicher Baustein einer erfolgreichen Sanierung.“

Da die Spielstätte während der umfangreichen Sanierungsmaßnahmen mehrere Jahre nicht zur Verfügung steht, will die Stadt ab 2018/2019 in einem ersten Schritt eine Ausweichspielstätte neu errichten. Der Neubau soll nach der Generalsanierung des Großen Hauses dauerhaft als zweite Produktions- und Spielstätte („Kammerspiele“) dienen. „Auch diesen Neubau wird der Freistaat mit einem Fördersatz von 75 Prozent unterstützen. Auf der Grundlage der bisherigen Planungen und Kostenschätzungen der Stadt würde sich die Gesamtförderung des Freistaats für das Ingolstädter Theaterprojekt auf voraussichtlich 80 Millionen Euro belaufen“, kündigte Söder an.

„Wir setzen damit wichtige Impulse in der Stadt Ingolstadt. Die Staatsregierung fördert Investitionen an kommunalen Theater- und Konzertsaalbauten bayernweit, um auch der Sicherung gleichwertiger Lebensverhältnisse im Kulturbereich Rechnung zu tragen. Flächendeckende Kultureinrichtungen gehören zu unserer Heimatstrategie. Das Stadttheater im denkmalgeschützten Gebäude in Ingolstadt ist ein Schwergewicht in der Theaterlandschaft und gehört mit zu den wichtigsten Kulturinstitutionen Bayerns“, betonte Söder.

Bereits 1946 hat das Stadttheater, dessen Bau am Rathausplatz im 2. Weltkrieg den Bomben zum Opfer gefallen war, den Betrieb in einem zum Theater umgebauten Saal des Rappensberger Kellers wiederaufgenommen. Im Jahr 1966 erfolgte die festliche Eröffnung des neuen Theaters. Nach 50 Jahren Nutzung steht jetzt eine Generalsanierung des Großen Hauses an. „Besonderes Anliegen des Freistaates ist, das Stadttheater als kulturelle Institution für die Menschen in und um Ingolstadt zu erhalten. Die geplante Baumaßnahme stellt eine gute Lösung dar, um das attraktive, denkmalgeschützte Gebäude zu erhalten und weiterhin sinnvoll nutzen zu können“, betonte Söder. Die Generalsanierung des gesamten Theatergebäudes beinhaltet insbesondere alle technischen Anlagen und Einrichtungen sowie alle Versorgungs- und Entsorgungsleitungen. Auch bislang ortsnah fehlende Werkstätten sowie Probebühnen werden neu geschaffen.


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