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Pressemitteilung Nr. 003
München, 12.01.2017

SÖDER: „MARIA SIBYLLA MERIAN-GARTEN“ ERINNERT AN BEGRÜNDERIN DER MODERNEN INSEKTENKUNDE
300. Todestag der Künstlerin und Naturforscherin am 13. Januar 2017

Auf der Nürnberger Kaiserburg erinnert der Maria Sibylla Merian-Garten am Heidenturm an eine berühmte Nürnbergerin. Am 13. Januar 2017 jährt sich ihr Todestag zum 300. Mal. „Maria Sibylla Merian ist die Begründerin der modernen Entomologie, der Insektenkunde. Sie hat nach ihren Studien der Blumen und Insekten in der kleinen grünen Oase auf der Kaiserburg mehrere Bildbände verfasst. Das schmucke Garten-Idyll auf der Kaiserburg erinnert heute an historischer Stelle an die berühmte Naturforscherin und Künstlerin“, teilte Finanz- und Heimatminister Dr. Markus Söder aus Anlass des Todestages von Maria Sibylla Merian am 13. Januar 1717 mit. Nach ihrer Heirat 1665 mit dem Nürnberger Architekturmaler Johann Andreas Graff lebte und arbeitete sie bis 1682 in unmittelbarer Nähe zur Kaiserburg. Daher konnte sie den kleinen Garten für ihre Blumen- und Insektenstudien nutzen.

Die als Blumen- und Tiermalerin berühmt gewordene Maria Sibylla Merian (1647 bis 1717) wurde in Frankfurt am Main geboren. In ihre Schaffenszeit in Nürnberg fällt die Herausgabe ihres dreibändigen „Neuen Blumenbuchs“ (1675 bis 1680) und des „Raupenbuchs“ (1679). Nach der Trennung von ihrem Mann kehrte sie 1682 nach Frankfurt zurück. Von dort zog sie weiter nach Amsterdam, wo sie sich unter anderem dem Studium der tropischen Pflanzen- und Insektenwelt widmete. Dort verstarb sie 1717. Als eine der herausragenden Persönlichkeiten des 17. und frühen 18. Jahrhunderts zierte das Porträt von Maria Sibylla Merian unter anderem einst den 500 DM-Schein.

Der rund 170 m2 große „Maria Sibylla Merian-Garten“ wurde Rahmen des Projektes „Heiraten auf der Burg“ neu gestaltet und im Juli 2013 eröffnet. Geschützt durch rahmende Mauern präsentiert das kleine Garten-Idyll eine schöne Aussicht auf die Stadt Nürnberg. Alle Pflanzen des Gartens stammen aus den Büchern, die Merian publiziert hat. Als Hochzeitsgärtlein steht er Hochzeitspaaren zur Verfügung, die sich auf der Kaiserburg trauen lassen. Er wurde bereits 78 Mal für Hochzeitsempfänge genutzt. Von April bis Oktober ist das schmucke Gärtlein auch an zwei Tagen der Woche für die Öffentlichkeit zugänglich, allerdings aufgrund seiner Empfindlichkeit in eingeschränktem Umfang.


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