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Pressemitteilung Nr. 148
München, 04.04.2017

FÜRACKER: WISSENSCHAFT UND FORSCHUNG IN DER OBERPFALZ WERDEN WEITER GESTÄRKT
In Parsberg entsteht neues Technologietransferzentrum // Freistaat stellt 6,6 Millionen Euro für Anschubfinanzierung bereit

Parsberg profitiert von der Stärkung des Forschungs- und Wissenschaftsstandorts Oberpfalz mit der Einrichtung eines neuen Technologietransferzentrums (TTZ) der TH Deggendorf in Kooperation mit der OTH Regensburg. Der Ministerrat hat dies heute in Amberg beschlossen. „Digitalisierung und Automatisierung sind ein wichtiger Zukunftsbereich für kleine und mittelständische Betriebe. In Parsberg entsteht eine einzigartige und pilothafte Einrichtung zur erfolgreichen wirtschaftlichen Entwicklung des ländlichen Raumes in der Digitalisierung und Automatisierung. Durch die Einbindung maßgeblicher Unternehmen aus der Region sowie weiteren Kooperationspartnern aus der Wissenschaft und den Fachverbänden wird die Leistungsfähigkeit ansässiger mittelständischer Unternehmen dauerhaft gestärkt. Die Wettbewerbsfähigkeit der produzierenden Industrie wird verbessert“, teilte Finanz- und Heimatstaatssekretär Albert Füracker im Anschluss an die Ministerratssitzung in Amberg am Dienstag (4.4.) mit.

Das neue Technologiezentrum Material-Innovation „Moderne Werkstoffe und ihre Verarbeitung in digitalisierten Fertigungsumgebungen“ ist ein Gemeinschaftsprojekt des Landkreises Neumarkt, der Stadt Parsberg, des Marktes Lupburg sowie der TH Deggendorf und der OTH Regensburg. Der Freistaat wird eine Anschubfinanzierung in Höhe von 6,6 Millionen Euro in den kommenden fünf Jahren bereitstellen. „Die Realisierung des Technologiezentrums hat höchste Priorität. Um einen Start noch 2018 zu ermöglichen, soll das Projekt bereits in den Nachtragshaushalt 2018 aufgenommen werden“, kündigte Füracker an.

Es besteht, so Füracker, eine steigende Nachfrage nach qualifiziertem Personal mit fundiertem Fachwissen sowie einer wissenschaftlichen und praxisbezogenen Ausbildung im Bereich der „Cyber Physical Production Systems“. Bisher gebe es hierzu keine Forschungseinrichtung, in der die Einsatzmöglichkeiten moderner Werkstoffe, die Probleme ihrer Be- und Verarbeitung und die Integration dieser Bearbeitungsmethoden in die zukünftig hochdigitalisierten Produktionsabläufe speziell in der weniger finanzstarken klein- und mittelständischen Industrie untersucht und gefördert werden. Diese Lücke soll mit der Errichtung eines Technologietransferzentrums in Parsberg geschlossen werden.

Im Rahmen des Ausbauprogramms der staatlichen Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW) wurden in Bayern seit 2008 insgesamt mehr als 50.000 zusätzliche Studienplätze geschaffen. So konnten allein in der Oberpfalz im Studienjahr 2015 fast 7.000 junge Menschen ein Studium an einer staatlichen Universität oder HAW beginnen, rund 40 Prozent mehr als zu Beginn der Ausbauplanung 2005. Der Anteil der Studierenden an den drei staatlichen Hochschulen in der Oberpfalz liegt im Verhältnis zu Gesamtbayern bei 10 Prozent im Wintersemester 2015/2016. Mit dem neuen Technologietransferzentrum in Parsberg erhält die Oberpfalz eine weitere Stärkung im Wissenschafts-und Forschungsbereich.


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