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Pressemitteilung Nr. 150
München, 05.04.2017

SÖDER: 34 MILLIONEN EURO FÜR ERRICHTUNG EINES FORSCHUNGSGEBÄUDES DER UNI MÜNCHEN
Haushaltsausschuss billigt Neubau // Bund und Land teilen sich die Kosten // Neubau für moderne Krebsforschung

Die Universität München erhält ein neues Forschungsgebäude auf dem Campus der Ludwig-Maximilians-Universität München in Großhadern. „Wir stärken den Forschungs- und Wissenschaftsstandort München“, teilte Finanz- und Heimatminister Dr. Markus Söder mit. Der Haushaltsausschuss des Bayerischen Landtags hat heute den Neubau mit Baukosten von 34,015 Millionen Euro gebilligt. Bei dem Vorhaben handelt es sich um einen Forschungsbau nach Art. 91b GG, an dessen förderfähigen Gesamtkosten sich der Bund mit 50 Prozent beteiligt.

Der viergeschossige Neubau erfolgt am westlichen Stadteingang Münchens an der Würmtalstraße. Er bildet zusammen mit dem 2016 fertiggestellten Forschungsbau für Molekulare Biosysteme den signifikanten baulichen Auftakt der Hochschulbebauung im Nordwesten des Campus. Der Baukörper schließt die letzte Baulücke zur Fakultät für Chemie und Pharmazie. In allen Geschossen werden neben Büro- und Seminarräumen auf fast 2.000 m² Nutzfläche Laborbereiche untergebracht. Im Erdgeschoss entsteht außerdem ein Konferenzraum für 200 Personen. Das Gebäude wird barrierefrei erschlossen. Unter anderem durch den Einsatz hocheffizienter Wärmerückgewinnung und der Installation einer Photovoltaikanlage auf dem Flachdach des Gebäudes auf einer Fläche von ca. 300 m² mit 136 Modulen und einer Gesamtleistung von ca. 29,92 kWp kann eine jährliche CO2-Einsparung von mehr als 420 Tonnen erzielt werden.

Der Neubau des „Institute for Chemical Epigenetics“ (ICEM) auf dem Campus der Ludwig-Maximilians-Universität München in Großhadern erschließt ein neues Forschungsfeld an der Schnittstelle zwischen Chemie und Biologie. Die Forschung des ICEM hat zum Ziel, die Funktionen der modifizierten DNA- und RNA-Basen in der Zelle aufzuklären und das epigenetische Programm zu entschlüsseln. Dazu sollen in dem Institut Forschungsgruppen aus den Bereichen Chemische Biologie, Biochemie und Chemie/Pharmazie zusammenarbeiten. Das ICEM soll dazu beitragen, eine Brücke zwischen der chemischen Grundlagenforschung und der Medizin zu bauen. Die Forschungserkenntnisse werden direkten Einfluss auf die moderne Krebsforschung haben. Das ICEM wird anwendungsorientierter sein als vergleichbare Forschungseinrichtungen und damit international ein klares Alleinstellungsmerkmal besitzen. Bislang sind in Bayern keine vergleichbaren Institute vorhanden.


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