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Pressemitteilung Nr. 121
München, 23.04.2018

FÜRACKER: BERCHING IST AUF DER DATENAUTOBAHN
Breitbandnetz freigeschalten // Schnelles Internet für künftig über 1.500 Haushalte

„Breitband ist Zukunft - die Stadt Berching hat dies erkannt und gehandelt. Ab heute können über 1.500 bislang unversorgte Haushalte die Datenautobahn mit High-Speed benutzen“, freute sich Finanz- und Heimatminister Albert Füracker bei der Freischaltung des Breitbandnetzes gemeinsam mit dem 1. Bürgermeister Ludwig Eisenreich am Montag (23.4.) in Berching, Landkreis Neumarkt i.d.OPf. Der Freistaat fördert den Breitbandausbau in Berching mit bislang insgesamt 738.504 Euro, davon entfallen 240.903 Euro auf den jetzt in Betrieb genommenen zweiten Bauabschnitt. „Unsere Breitband-Strategie ist genau richtig für Bayern und ermöglicht Glasfaser bis ins Haus. Wo dies geschieht entscheiden allein die Gemeinden im Rahmen ihrer kommunalen Planungshoheit“, so Füracker.

„Nur wo Breitband vorhanden ist, werden Arbeitsplätze entstehen und erhalten. Die Breitband-Infrastruktur ist ein entscheidender Faktor für gleichwertige Lebensverhältnisse in Bayern, wie für Arbeitsplätze, Tourismus oder Telemedizin. Ziel sind hochleistungsfähige Breitbandnetze mit Übertragungsraten von mindestens 50 Mbit/s. Hierfür stellt der Freistaat Bayern bis zu 1,5 Milliarden Euro zur Verfügung - eine bundesweit einzigartige Summe. Der Anschluss an die Datenautobahn stärkt die ländlichen Regionen und die Heimat“, betonte Füracker. Bayern geht beim Breitbandausbau in Deutschland voran. „Kein Land stellt so viele eigene Mittel zur Verfügung. Kein Land hat in so kurzer Zeit derart viele Projekte zum Laufen gebracht wie Bayern. Unsere massiven Vereinfachungen des Programms, die bessere Beratung und die Erhöhung der Fördersummen zeigen deutlich Wirkung. Wir bringen das Internet in den ländlichen Raum“, so Füracker.

Berching ist eine von sechs bayerischen Kommunen, in denen aktuell ein Pilotprojekt zum künftigen Gigabit-Ausbau läuft. „Mit unseren Gigabit-Pilotprojekten in sechs bayerischen Kommunen wollen wir die EU-Kommission dazu bewegen, dass wir auch dort noch fördern können, wo es jetzt schon 30 Mbit/s gibt“, sagte Füracker weiter. Eine weitere Erschließung im bayerischen Breitband-Förderprogramm ist bisher nicht zulässig, wenn ein Gebiet bereits mit 30 Mbit/s versorgt ist. Gewerbebetriebe benötigen aber oft höhere, auch symmetrische, Bandbreiten. Im Masterplan Bayern Digital II ist eine Milliarde Euro für den weiteren Gigabit Ausbau vorgesehen.
Die Gemeinden in der Oberpfalz engagieren sich stark beim Breitbandausbau. Mit 223 Gemeinden befinden sich in der Oberpfalz 99 Prozent im Förderverfahren. 210 Kommunen wurde inzwischen eine Fördersumme von insgesamt über 104 Millionen Euro zugesagt. Ein Teil der Fördermittel von maximal rund 180 Millionen Euro für die Oberpfalz ist aber noch offen. „Investieren Sie weiter in den zukunftsweisenden Ausbau des schnellen Internets und schließen Sie auch kleine Ortschaften an“, appellierte Füracker.

Der Ausbau von schnellem Internet geht mit Riesenschritten voran. Bayernweit sind bereits 98 Prozent (2.005) aller Kommunen in das bayerische Förderverfahren eingestiegen. 1.706 Kommunen starten mit einer Gesamtfördersumme von rund 760 Millionen Euro in die Bauphase. Bei diesen Projekten werden rund 40.000 km Glasfaserleitungen verlegt und weit über 700.000 Haushalte mit schnellem Internet versorgt, vor allem im ländlichen Raum. Über 94.000 Haushalte erhalten einen Glasfaseranschluss bis in die Gebäude. Mehr als 1.000 Maßnahmen sind bereits abgeschlossen und in Betrieb. Seit Ende 2013 wurden über 1,8 Mio. Haushalte an das schnelle Internet angeschlossen. Das sind mehr Haushalte als die Bundesländer Bremen, Saarland, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Schleswig-Holstein jeweils insgesamt haben. In allen bayerischen Gemeinden ist mittlerweile ein Glasfaseranschluss vorhanden - alle Gemeinden sind auf der Datenautobahn. Wichtige Hilfe für die Kommunen ist die Beratung durch die Breitbandmanager an den Ämtern für Digitalisierung, Breitband und Vermessung. In über 8.300 persönlichen Gesprächen wurde jede Gemeinde beraten.

Am 1. Juli 2017 startete mit dem Höfebonus die nächste Stufe der bayerischen Gigabit-Initiative. Damit sollen vor allem dünn besiedelte Flecken Bayerns mit Glasfaser (FTTB) erschlossen werden. „Auch die letzten weißen Flecken auf der Landkarte Bayerns wollen wir an die Datenautobahn anschließen. Das sind vor allem Kommunen mit vielen Streusiedlungen und Hoflagen. Gerade diese Gemeinden wollen wir beim Ausbau von noch unversorgten Bereichen zusätzlich unterstützen“, hob Füracker hervor. Im Regierungsbezirk Oberpfalz können voraussichtlich 60 Kommunen mit rund 30 Millionen Euro profitieren und bisher unversorgte Bereiche erschließen. Die bisherigen individuellen Förderhöchstbeträge der Kommunen werden verdoppelt. Der Fördersatz wird auf 80 % angehoben. Kommunen mit einem bereits erhöhten Fördersatz von 90 % behalten diesen. „Damit können auch kleine Weiler und Einzelgehöfte an das Glasfasernetz angeschlossen werden. Bayern braucht flächendeckend schnelles Internet“, so Füracker.


Bayerisches Staatsministerium der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat, Postfach 22 00 03, 80535 München
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