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Pressemitteilung Nr. 179
München, 18.05.2018

FÜRACKER: BEEINDRUCKENDE VERBINDUNG VON TRADITION UND MODERNE
Finanzminister eröffnet Ausstellung „Königsklasse IV“ im Neuen Schloss Herrenchiemsee

„Die unvollendet gebliebenen Räume im Nordflügel des Neuen Schlosses Herrenchiemsee bilden eine großartige Kulisse für Ausstellungen“ schwärmte Finanz- und Heimatminister Albert Füracker bei der Eröffnung der Ausstellung „Königsklasse IV“ am Freitag (18.05.) auf Schloss Herrenchiemsee. In der besonderen Kunstausstellung werden in diesem Jahr Hauptwerke von Wolfgang Laib, Arnulf Rainer, Jean-Michel Basquiat, Günther Förg, Dan Flavin, On Kawara, Kazuo Shiraga, Hans-Jörg Georgi, John Chamberlain und Andy Warhol gezeigt. „Die Ausstellung bietet unseren Gästen aus aller Welt eine spannende Alternative zur Museumserfahrung in der Stadt. Hier zeigt sich moderne Kunst vor beeindruckender historischer Kulisse“, betonte Füracker.

Elf unvollendete Räume des ansonsten prachtvollen Schlosses blieben mehr als 125 Jahre ungenutzt. Seit 2013 werden dort unter dem Titel „Königsklasse“ Hauptwerke der Gegenwartskunst in kontinuierlich wechselnden Präsentationen gezeigt. Die Ausstellung ist eine Kooperation der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen und der Bayerischen Schlösserverwaltung. Gezeigt werden seit 1960 entstandene Hauptwerke der Sammlung Moderne Kunst der Pinakothek der Moderne, des Museums Brandhorst sowie aus ausgewählten Privatsammlungen. Die Ausstellung „Königsklasse IV“ kann bis 3. Oktober 2018 während der Öffnungszeiten von Schloss Herrenchiemsee besucht werden. Im Jahr 2019 öffnet die Ausstellung von Mitte Mai bis 3. Oktober 2019.

1873 erwarb König Ludwig II. von Bayern die Herreninsel aufgrund einer Petition der Ufergemeinden des Chiemsees, um den alten Baumbestand vor spekulativer Abholzung und die Insel vor weiterer kommerzieller Nutzung zu retten. 1878 ließ „Märchenkönig“ Ludwig II. auf der Herreninsel ein Abbild des Schlosses Versailles als „Tempel des Ruhmes“ für den „Sonnenkönig“ Ludwig XIV. von Frankreich errichten, also ein Denkmal des absolutistischen Königtums ohne praktische Funktion. Die Bauarbeiten begannen 1878, 1881 wurde der Rohbau beendet. Nach dem Tod Ludwigs II. 1886 blieb das Schloss unvollendet. Heute zählt das Schloss mit jährlich weit über 300.000 Besuchern zu den wichtigsten Faktoren für den Tourismus im Chiemgau. Seit der Öffnung des Königsschlosses im Jahr 1886 kamen bereits mehr als 35 Millionen Besucher.


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